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Toby Reed verlor 43 Kilo: „Ich wollte meinen neugeborenen Sohn nicht im Stich lassen, also musste ich einen Weg finden, mich zu ändern“

Weight-Loss Win ist eine Serie, die auf Yahoo läuft und inspirierende Geschichten von Menschen erzählt, die auf gesunde Weise Gewicht verloren haben.

Toby Reed ist 1,83 m groß und wiegt aktuell 84 Kilo. 2010 beschloss er nach dem Tod eines nahen Angehörigen, der teilweise auf Fettleibigkeit zurückzuführen war, zum Wohle seines neugeborenen Sohnes einen gesünderen Weg einzuschlagen. Das ist die Geschichte seines Gewichtsverlustes.

Der Wendepunkt

Ich wusste mein ganzes Leben lang, dass mein Gewicht ein Problem war, aber ich habe es einfach ignoriert. Meine ganze Familie hat ungesund gelebt. Mein Bruder hatte über 180 Kilo und mein Vater über 135 Kilo, also dachte ich, dass meine Familie einfach so war. In der Schule haben sich die anderen Kindern ständig lustig über uns gemacht, aber danach sind wir einfach nach Hause gegangen und haben unseren Kummer mit Essen kompensiert. Wir haben beinahe täglich Fast Food gegessen und rund um die Uhr Limonade getrunken. Als ich älter wurde, habe ich Diäten ausprobiert, mit denen ich Gewicht verloren habe, nur um im Anschluss alles wieder zuzunehmen – und noch mehr.

2010 war meine Frau mit unserem ersten Kind schwanger und alles schien wunderbar zu sein. Meine Eltern waren eben erst in Rente gegangen und zogen wegen des Babys näher zu uns. Zwei Wochen nach dem Umzug starb meine Mutter unerwartet. Kurz danach starb plötzlich mein 31-jähriger Bruder. Seine Sterbeurkunde nannte tatsächlich „schwere Fettleibigkeit“ als Todesursache. Es war ein gewaltiger Verlust für mich. Wir hatten kaum zwei Jahre Altersunterschied und er war mein bester Freund. Doch die Botschaft kam bei mir erst ein Jahr später an, als mein Vater starb. Jetzt waren alle meine nächsten Verwandten tot und mir wurde klar, dass ich vermutlich der nächste war, da ich ebenso ungesund lebte wie sie. Ich wollte meinen neugeborenen Sohn nicht im Stich lassen, also musste ich einen Weg finden, mich zu ändern.

Die Veränderungen

Ich glaube fest an den Spruch „Wer im Planen versagt, plant das Versagen“, also habe ich mir einige realistische kleine Ziele gesetzt und überlegt, wie ich sie erreichen kann. Es war ein tolles Gefühl, wenn ich ein Ziel von meiner Liste streichen konnte – es hat mich motiviert, das nächste anzupacken, sogar wenn es hieß, eine Runde um den Block zu drehen. Auch das hat mich meinem ultimativen Ziel ein Stück näher gebracht.

Was meine Ernährung betraf, so wusste ich, dass strenge, schnelle Diäten für mich nicht funktionieren. Ich brauchte also eine komplette Lebensumstellung. Ich begann mit kleinen, aber wirkungsvollen Änderungen, wie Zucker, Limonade, Fertigprodukte und Fast Food aus meinem Speiseplan zu streichen. Ich wollte nicht einfach nur Gewicht verlieren, sondern mich gesund ernähren und so nahm ich nährstoffreiche, vollwertige Lebensmittel in meinen Speiseplan auf, etwa Spinat, Grünkohl, Probiotika und Chiasamen. Ich habe einige Monate lang ein unkompliziertes Ernährungstagebuch geführt, um mich selbst zu kontrollieren.

Einige meiner Ernährungsregeln:

Trinken Sie vor jeder Mahlzeit zwei Gläser Wasser. Ich habe für den Geschmack und zur Entschlackung Zitronensaft hinzugefügt.

Ein Trick, der bei mir funktioniert hat: Ich habe Getränke wie Grünem Tee Chiasamen beigemengt. Sie sind reich an Ballaststoffen, Omega-3 und Eiweiß, also haben sie mich tagsüber satt gemacht, obwohl sie nur wenige Kalorien haben.

Messen Sie alles ganz genau. Es war wirklich aufschlussreich zu sehen, was in einer Portion steckt und was ich jeden Tag zu mir nahm. Jeder Bissen zählt.

Achten Sie darauf, dass jede Mahlzeit zumindest zur Hälfte aus Gemüse besteht – und in der Regel habe ich zum Gemüse gesundes Eiweiß gegessen, etwa Huhn, mageres Fleisch oder Lachs. Ich habe versucht, mit vielen Gewürzen zu kochen, um trotz geringer Kalorien viel Geschmack zu kreieren. Außerdem habe ich gesunde Fette in meinen Speiseplan inkludiert, etwa Kokosöl.

Reduzieren Sie Kohlenhydrate — hierzu zähle ich auch Obst, obwohl es gesund ist. Die meisten Leute nehmen an, dass man so viel Obst essen kann, wie man will, aber es enthält viel Zucker und es kommen schnell viele Kalorien zusammen. Normalerweise habe ich täglich eine Banane und noch eine weitere Portion Obst gegessen.

Gönnen Sie sich einmal pro Woche ein „Cheat Meal“. Ich habe alles gegessen, was ich wollte, ohne mich vollzustopfen, und danach hielt ich mich wieder an meine Diät. Ich wusste, dass es Tage mit Ausrutschern geben würde, aber ich habe mir nicht erlaubt, die Kontrolle zu verlieren. Ich habe mich wieder aufgerappelt und mein Programm dann weiter durchgezogen.

Warten Sie nach einer Mahlzeit 20 Minuten. Wenn ich nach dem Essen noch immer hungrig war, wartete ich 20 Minuten, bevor ich mehr Essen anrührte. Ich habe gemerkt, dass mein Körper eine Zeit lang braucht, um zu realisieren, dass ich satt bin.

Heute esse ich viele Mahlzeiten, die aus Gemüse bestehen – das war eine große Veränderung für mich.

Was den Sport betrifft, war es ein großes Problem für mich, eine Routine zu finden, die ich durchhalten kann. Ich habe Fitnessstudios aus vielen Gründen gehasst, aber ich habe es geliebt, Körbe zu werfen. Also habe ich das gemacht. Ich wollte am Anfang etwas tun, was mir Spaß macht, um eine Routine zu finden. Sobald ich das geschafft hatte, habe ich die Intensität meines 40-minütigen Trainings erhöht: Die Hälfte der Zeit habe ich Übungen gemacht, die ich online gefunden habe und die mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten, etwa Squats, Liegestütze, Burpees, Core-Training und Sprünge. Als Belohnung habe ich in der zweiten Hälfte meines Trainings Körbe geworfen.

Andere kleine Dinge, die ich getan habe: Ich bin 20 Minuten früher aufgestanden, um vor der Arbeit spazieren zu gehen oder langsam zu laufen. Ich habe immer die Treppe genommen und ganz am Ende des Parkplatzes geparkt, um viele zusätzliche Schritte zu machen. Und beim Fernsehen bin ich während der Werbung herumgegangen.

Diese Veränderungen haben mir das Gefühl gegeben, endlich die Kontrolle über mein Leben zu haben. Es gab harte Tage, an denen ich aufgeben wollte, aber ich habe mich durchgekämpft. Wenn ich einige meiner kleineren Ziele erreicht habe, hat mir das die Kraft gegeben, weiterzumachen. Außerdem stand Aufgeben nicht zur Debatte. Ich wusste, wenn ich mich nicht änderte, würde ich nicht erleben, wie meine Kinder aufwachsen und das wollte ich nicht zulassen.

Zu wissen, warum ich all das tat, hat mich motiviert: Ich wollte für meine Familie da sein. Ich wollte ein Vater sein, der mit seinen Kindern im Park herumlaufen und spielen kann. Sobald ich den Entschluss gefasst hatte, gab es kein Zurück mehr.

Das Leben danach

Mein Leben hat sich nach meinem Gewichtsverlust sehr stark verändert. Ich habe mich sogar der Aufgabe gewidmet, anderen zu helfen, sich auf ganz unterschiedliche Weise zu verändern. Die Leute sind sehr überrascht, wenn sie herausfinden, dass ich vor einigen Jahren beinahe 137 Kilo gewogen habe. Vor meiner Veränderung hatte ich schreckliche Rückenschmerzen und konnte kaum gehen. Doch sobald ich angefangen habe, Gewicht zu verlieren, sind die Rückenschmerzen verschwunden. Jetzt kann ich Radfahren, Laufen und mit den Kindern mithalten.

Emotional habe ich mich stark verändert. Vor meinem Gesichtsverlust hatte ich kein Selbstbewusstsein, ich war sehr still und lieber allein. Jetzt fühle ich mich sicher dabei, meine Meinung zu sagen und fühle mich wohl in meiner Haut. Ich bin jetzt eine stärkere Person – innerlich und äußerlich. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt alles erreichen kann, wenn ich es wirklich will. Es zeigt, was man mit harter Arbeit, Hingabe und Beharrlichkeit erreichen kann.

Nach meinem Gewichtsverlust haben mich viele Dinge überrascht. So ungern ich es auch sage, ich habe das Gefühl, dass ich anders behandelt werde. Die Leute sind viel netter zu mir und ich fühle mich jetzt mehr respektiert. Ich glaube nicht, dass vielen Leuten klar ist, wie schwer es ist, wenn man Übergewicht hat. Sie nehmen an, dass man einfach faul ist und keinerlei Selbstdisziplin hat, also haben sie nicht viel Respekt vor dir.

Gewicht halten

Eine meiner größten Ängste war, dass ich wieder Gewicht zulege, sobald mein Körper sich daran gewöhnt hat. Um dagegen anzukämpfen, habe ich zum Muskelaufbau Gewichte gehoben. So habe ich meinen Körper in eine Maschine verwandelt, die ständig Kalorien vebrennt. Ich hebe etwa dreimal pro Woche Gewichte und halte mich mit Mixed Martial Arts fit. Ich liebe es, an meine Grenzen zu gehen. Muay Thai und Krav Maga geben mir die Möglichkeit, sowohl körperlich als auch emotional zu wachsen und es ist immer wieder aufregend und neu. Das Letzte, das ich will, ist, mich beim Training zu langweilen. Ich sehe Sport als Spaß und nicht als fades Pflichtprogramm.

Bei uns Zuhause setzen wir auf das richtige Maß. Für mich gibt es keine Tabus, aber ich übertreibe es nicht und esse Süßes nicht täglich. Zum Beispiel essen wir in der Familie Kuchen, um einen besonderen Anlass zu feiern oder essen zum Beispiel am Dienstag Nachtisch. Wir essen gesund. Mein älterer Sohn hilft mir, Gemüse oder Zutaten für unsere Smoothies zu schnipseln und grundsätzlich wissen meine Kinder, dass gesunde Ernährung wichtig ist. Ich erzähle ihnen alles über meine Eltern und meinen Bruder, also verstehen sie, wie viel das bedeutet.

Andere Menschen inspirieren mich. Es gibt da draußen so viele großartige Geschichten von Menschen, die unfassbare Situationen durchgestanden haben, in die es um Leben und Tod ging. Wenn andere furchtbare Situationen überwinden können, dann kann ich mit Sicherheit meine Gewichtsprobleme auch überwinden. Ich versuche, die Dinge in die richtige Perspektive zu rücken.

Die Schwierigkeiten

Der schwierigste Teil für mich ist die Balance. Es ist schwer, das richtige Gleichgewicht zwischen Einschränkung und Lebensfreude zu finden. Wenn man mit Freunden unterwegs ist, passiert es schnell, dass man gemeinsam ungesundes Essen zu sich nimmt – und natürlich ist es okay, manchmal ungesund zu essen. Aber wissen Sie, wann es genug ist? Ich versuche mir immer in Erinnerung zu rufen, wie mein altes Ich war und dass ich nie wieder diese Person sein will.

Mit zwei Kindern ist es nicht leicht, Zeit für Sport zu finden. Meistens spiele ich mit meinen Kindern im Garten, aber es kann trotzdem eine Herausforderung sein. Ich stehe deshalb schon sehr früh – vor meiner Familie – auf, um Sport zu machen und zu meditieren.

Rat

Mein bester Rat ist, einen schriftlichen Plan zu erstellen. Betrachten Sie das als Veränderung Ihres Lebenswandels und nicht als Diät. Halten Sie es so einfach wie möglich – verurteilen Sie sich nicht selbst zum Scheitern. Setzen Sie sich herausfordernde, aber erreichbare Ziele, etwa jeden Tag nach der Arbeit 20 Minuten lang spazieren zu gehen. Führen Sie am Anfang ein Ernährungstagebuch, um alles nachvollziehen zu können. Streichen Sie Zucker aus Ihrem Speiseplan. Planen Sie Ihre Trainingseinheiten als wären sie Arbeitsmeetings. Machen Sie etwas, das Ihnen Spaß macht. Es ist viel einfacher, das Training durchzuziehen, wenn Sie sich darauf freuen. Jeder ist anders, also müssen Sie herausfinden, was für Sie am besten funktioniert. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen. Ihre Abnehmkurve wird anders aussehen als die anderer Leute. Finden Sie heraus, wie Ihnen das Abnehmen Spaß macht!

Andie Mitchell
Yahoo Beauty